Archive for the ‘Alltagsgeschichten’ Category

+ Persönliche Unwetterwarnung +

Freitag, September 17th, 2010

Aufgrund  zu erwartender  Auszugserscheinungen in meinem Haus, sollte ich diesen Bereich am Samstag ab 14:00 Uhr besser meiden.

Ein Nachmittag mit den Jungs im Hallenbad wird als Ausweichstrategie empfohlen, oder ein Besuch bei der Oma.

Bitte beachte die üblichen Sicherheitshinweise für Unwetter dieser Art, und nutze bewährte Regenschirmschutzmechanismen.

Pinguine impossible: Impfen

Mittwoch, September 15th, 2010

Nicht nur Eulen sind cool. Pinguine sind es auch.

Vor allen wenn es darum geht geimpft zu werden. Das Thema Impfen  ist sehr emotional besetzt. Es stimmt natürlich , wenn alle Menschen um dich herum geimpft sind, dann brauchst du dich eigentlich nicht impfen lassen. Und Impfschäden hat es immer schon gegeben. Und Spätschäden sind nicht ausgeschlossen.

Wie dem auch sei, ist beim  Impfen der Ursprung die Idee, gleiches mit gleichem zu behandeln, eigentlich ein homöopathischer Ansatz.

Lasse ich die bekannten  homöopathischen Argumente gegen das Impfen einmal weg, und die alte Angst vor Impfschäden, bleibt allein die Angst vor dem Pieks.

Dieser Film hilft Kindern sich mit der Thematik  Pieks auseinander zu setzen. ( So war es bei uns)

matz up:

http://www.youtube.com/watch?v=jLZFt-6wqKg&feature=PlayList&p=FE95673A0C30C28B&playnext=1&index=1

(Und am coolsten ist: Von diesen coolen Filmchen mit den  coolen Madagaskarpinguinen, gibt es über 20 Stück bei you tube. )

Einfach mal anschauen. Superlustig.

PS:

( Ich bin froh, dass das Thema Impfen jetzt auch bei uns zum Ergebnis Impfen geführt hat.  Das war ein langer Weg für mich. Die Kinder sind jetzt auch alt genug um so eine Impfung weg stecken zu können.)

Paderborner Nudeln auf der Autobahn

Mittwoch, September 8th, 2010

Paderborner Treffen kurz vor Hamburg.

In diesem Sommer fuhr ich mit meinen Jungs von Schleswig zurück nach Bielefeld . Auf so langen Autobahnfahrten, nehme ich gerne Musik mit. Die Jungs suchen sich Musik aus, ich suche mir Musik aus, und zusätzlich suche ich noch CD`s aus, die für Jung und Alt passen.

Bisher habe ich beste Erfahrungen mit den Wort- und Tonbeiträgen des Paderborner  Künstlers Erwin Grosche.

Vor sechs Jahren war es die MC : “Kleine Krebse”. Wundervolle inteligent und musikalisch gut gemachte Kindermusik, die sich auch Erwachsene anhören können. Weit besser als das Zukofsky und Benjamin Blümchen gedaddele. Wahrscheinlich hat Erwin diese Musik sogar mit seinen eigenen Kindern aufgenommen. Hörenswert.

Ich dachte mir, ich als in Paderborn arbeitender, sollte die CD- “Heimspiel” in diesem Jahr,  von Erwin Grosche, auf der er mir eigenhändig eine Eule gemalt hatte,  und die er in Paderborn aufgenommen hatte auf dem Rückweg abspielen.

Die Jungs waren sehr begeistert. Das Lied : Nudeln, sangen sie noch Tage danach.

Gerade als wir das Lied hörten, hupte ein Auto neben mir, die Insassen winkten, allein den Fahrer erkannte ich in der Eile  nicht. Das überholende Auto hatte ein Paderborner Kennzeichen (PB) und hatte mein gelbes Postauto und somit mich erkannt.

Es musste ein Paderborner Kollege oder ähnliches sein. Ein kleines  Paderborner Treffen kurz vor Hamburg.

Zwei Tage sprach mich ein Kollege an. Er hatte uns auf der Autobahn gesehen und gegrüßt. Ein Paderborner Treffen .

Hier das Lied Nudeln von Erwin Grosche:

http://www.youtube.com/watch?v=w4d2VMR8S4s

Ungebrochen

Samstag, September 4th, 2010

Gewiss, ein Sturz von der Leiter, zumal von der untersten Stufe, kann trotz der geringen Fallhöhe, doch große Auswirkungen haben.

Zumindestens schmerzhafte Prellungen, die die Funktionsfähigkeit des Armes stark einschränken. Eine Prellung ist  so etwas wie: “mit einem blauen Auge davongekommen.” Noch mal Glück gehabt. Es hätte schlimmer kommen können.

Zum Glück stolpern wir Menschen häufiger über Maulwurfshügel als  dass wir am Gebirge selbst scheitern.

Trennung- Ja und die Kinder?

Donnerstag, August 26th, 2010

+ Momentaufnahme+

Uta zieht aus. Wir trennen uns jetzt auch räumlich.
Nah bei, mit Fahrrad und /  oder zu Fuß erreichbar.

Die Kinder finden das spannend.  Neue Räume, neue Abenteuer. Ich bin darüber selbst überrascht. Es scheint sie nicht zu stören.

Bethelgeld

Montag, August 23rd, 2010

Wir befinden uns im Jahr 2010 n.Chr.. In ganz Deutschland und in weiten Teilen Europas ist der Euro als Währung eingeführt worden.

Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Bielefeldern bevölkerter Stadtteil hört nicht auf, der Einheitswährung Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht, für alle außerhalb Bethels wohnenden Menschen, die mit ihren Stadtteilen Gadderbaum, Brakwede, Sieker und Quelle an den Grenzen dieser Stadt in der Stadt leben. Vorallem wenn sie außerhalb Bethels, mit dem Betheleuro bezahlen möchten.

Versucht mal im IKEA mit dieser Währung einen Stuhl zu kaufen. Oder ein Sofa. Die Kassiererin wird diese Währung noch nie gesehen haben. Geschweige sie als Zahlungsmittel akzeptieren.

Aber in Bethel……. . Und das schon seit dem Jahr 1908.

Im TV - WDR Kinderreporter in Bielefeld

Dienstag, August 17th, 2010

Kinderreporter im WDR. Gleich zwei mal. Ein Interview bei unserem Nahverkehrsträger Mobil und ein Interview mit dem Oberbürgermeister und seinem Chauffeur.

Matz up:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/07/07/lokalzeit-owl-aktuell-kinderzeit.xml;jsessionid=D0C21793E1E5EB3C79472945000329DB.mediathek4

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/08/04/lokalzeit-owl-kinderzeit.xml

Macht sich gut.

Wer viel hat möge viel geben

Mittwoch, August 4th, 2010

Morgens beginnt mein Tag meistens im Auto . Nachrichten, Wortbeiträge, Musik und Kirche in WDR5.

Die Kirchenbeiträge sind für mich von sehr unterschiedlichem Nutzen. Manche finde ich platt und fast schon  fast peinlich, andere hochinteressant, mit klarer politischer oder spiritueller Aussage die mich durch den Tag begleiten.

Der folgende gehörte zu den letzteren:

12.07.10, Pfarrer i.R. Hans-Dieter Osenberg in Kirche im WDR:

“Wenn es um ausgleichende Gerechtigkeit geht, ist die Bibel glasklar. Im Lukasevangelium zum Beispiel: “Welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen. Und welchem viel anbefohlen ist, von dem wird man viel fordern.” (12,48)

Wenn ich innerhalb der Oppositionsparteien bei der letzten Wahl hätte Plakate entwerfen müssen, hätte ich nur diesen einen Satz darauf schreiben lassen. Mit Quellenangabe natürlich. Was dann passiert wäre, hätte mich brennend interessiert. Ob man der Bibel auch eine “Neid-Kampagne” vorgeworfen hätte?”

( Zum Anhören einfach den obigen Text anklicken)

Wer viel hat, der möge viel geben.
Ein Beitrag der evangelischen Kirche: Hier der Link zu dem ganzen Beitrag:

http://www.ekir.de/kirchezumhoeren/reddot/4489.php

Ich fühlte mich mit dieser Aussage auch an meine Plakataktion zur letzten Wahl erinnert.

Kröte freut sich aufs Fußballspiel

Sonntag, August 1st, 2010

Meine Jungs nehmen sich gerne meine Kamera und machen damit Fotos. Letztens hatten sie eine Kröte im Garten gefunden, und diese natürlich fotografiert.  Über dieses Bild auf meiner Kamera habe ich mich allerdings  sehr gewundert. Nicht nur , dass die Kröte vor dem Fernseher sitzt….. sie scheint eine Fahne  zu schwenken. Wie kommt denn die auf auf den Speicherchip meines Fotoapparates?????

Die Fahne wurde grafisch hinein gemalt !?!

In jedem Ende steckt ein Anfang drin

Freitag, Juli 30th, 2010

Am Endpunkt eines Zyklus, steckt schon der Keim für die Gegenbewegung.  Einatmen und ausatmen. In der Mitte des tiefsten Winters, werden die Tage wieder heller. Es ist der erste Schritt in Richtung Sommer. Der kleine weiße Kreis in der schwarzen Fläche des Yin und Yangzeichens beschreibt dies.

Dieser Wirkmechanismus gilt für alle Lebensprozesse. Auch für die menschlichen  Dramen und Tragödien. Einatmen, ausatmen. Es geht weiter.

Neuzeitliche Wegelagerer

Montag, Juli 26th, 2010

Als ich im März für 4 Tage  in Wien weilte, habe ich recht lange im Internet mit einem österreichischen Blog korrespondiert. Sozusagen mein Ansprechpartner in Wien. Über mein Handy. (more…)

In jedem Anfang steckt ein Zauber

Sonntag, Juli 25th, 2010

Als wir damit begannen die Parkanlage  “Am Springbach” zu bauen, blieb das nicht unentdeckt. Genau in dem Moment, an dem  der Vermessungstrupp das Gelände auf maß, flog ein kleines Flugzeug über das Gelände und fotografierte die Stadt  von oben. Google Earth  macht diesen Moment für alle Menschen zugänglich.

Derweil ist aus dem ca. 5 Fußballfelder großem  Wiesen und Ackerstreifen eine  viel genutzte Grünachse geworden, die den Stadtteil Kaukenberg, mit der Innenstadt als grüne Fuß- und Radwegachse verbindet. Auf die nächsten Bilder in Google freue ich mich schon. Dann kann ich die Parkanlage endlich auch von oben sehen.

Dann ist vielleicht auch der Keltische Baumkreis von oben zu erkennen. Der Bau dieses Baumkreises hat allen beteiligten besonderen Spaß gemacht. Vor allem weil es, entgegen der vielen Bücher zu diesem Thema, den Keltischen Baumkreis ja eigentlich nicht gibt.
Siehe bitte diesen Link zu Wikipedia: Keltischer Baumkreis.

Wie dem auch sei: Wir haben ihn trotzdem gepflanzt. Streng nach Vorlage. Und korrekt nach Norden ausgerichtet. Nur die Pflanzen die bei uns partout nicht wachsen wollen, wie die den Olivenbaum, haben wir durch einen anderen ersetzt.

Und “plötzlich” ist die Grundschule Vergangenheit

Mittwoch, Juli 7th, 2010

Lebenswege - Freunde - Kumpel

Wasserkisten geschleppe

Donnerstag, Juli 1st, 2010


Jetzt schleppen sie wieder

 

Hektoliter Mineralwasserkästen aus Getränkemärkten in ihre Wohnungen.

Die Menschen haben Durst. Es ist Sommer.

 

Das ist eine wirklich kuriose Marotte der Menschen in den westlichen  Industriestaaten . Da   sich doch  in jeder Wohnung, mindestens ein Wasserhahn mit bestem , und regelmäßig geprüftem  Wasser befindet.

 

In manchen Wohnungen stapeln sich die leeren Mineralwasserkästen auf den Balkonen bis zur Decke. Welch eine  unsinnige Mühe sie ständig auszutauschen.

 

Noch vor 30 Jahren war es völlig selbstverständlich das Wasser aus dem Leitungshahn zum Trinken zu nutzen. Gänsewein… Kranemann… verschiedene Namen waren üblich. Meine Oma währe nie auf die Idee gekommen, Wasser in  Flaschen im Laden zu kaufen. Wasser kommt doch sowieso aus der Leitung.

 

Es gibt Dörfer auf unserem Planeten, da währen die Menschen froh,  überhaupt EINEN Wasserhahn mit sauberem frischem Wasser PRO DORF zu haben.

In meinem Haus habe ich mindestens 7 Wasserstellen.

 

Das Leitungswasser an meinem Wohnort stammt aus derselben Grundwasserquelle, wie das teuer und mit Kohlensäure haltbar gemachte Wasser, aus den  gekauften Flaschen.

Mag sein, dass einige Leitungswässer auf dem Weg von der Quelle zum Wasserhahn leiden, und Schadstoffe aus veralterten  Leitungssystemen mitnehmen.

Aber dafür gibt es , geschmacksverbessernde und neutralisierende  Wasserfilter. ( auf die Diskussion der Wasserbelebung möchte ich ein andermal  eingehen).

 

1999 hatte ich den weltweit tätigen Feng Shui Lehrer und Geomanten  Dr. Jes Lim gefragt, welches Wasser er auf seinen Reisen in der ganzen Welt denn trinken  und bevorzugen  würde.

“Nun” , sagte er, “in westlichen Ländern bevorzuge ich das Wasser aus den Wasserhahn.”

 

Wohl bekomm`s.

Ein Plakat. Ein Plakat.

Samstag, Juni 26th, 2010

Claudia schrieb in Ihrem Blog Lebe Weise, wie wichtig es ist, ein Plakat von einem Profi erstellen zu lassen. Denn ein auffälliges und schön gestaltetes  Plakat macht man nicht mal so nebenbei.

Das kann ich bestätigen.

Als ich im letzten Jahr zusammen mit Chorkollegen unser aktuelles Plakat gestalten wollten, hatten wir eine gute Idee und ich versuchte mich an der Umsetzung. Das Thema unseres Konzertes waren Haare und Friseursalon.

Die Idee war, das Chormitglieder mit Perücken auf dem Plakat zu sehen sind. Viele kleine Einzelbilder. Mein Entwurf war nicht schlecht, aber es fehlte der Pfiff, die gestalterisch gelungene Umsetzung.

Dann gaben wir die Entwurfsidee einem Grafiker in die Hand. Er zauberte daraus ein gelungenes Plakat.  Voilà:

Manamana auf der Baustelle

Mittwoch, Juni 16th, 2010

Knapp 30 Jahre ist es her, dass wir Lehrlinge vom Garten und Landschaftsbauunternehmen Eduard  Bröckel  in Bielefeld Schildesche, dieses schöne Lied in der Mittagspause nach sangen. Thorsten übernahm den Part des Tieres und lief wie ein verrückter um unser Auto herum, in dem wir Mittagspause machten… um dann im richtigen Moment die Tür zu öffnen und in den Wagen zu singen:

MANAMANA….

Bernd und ich spielten und sangen den Part der holden Mädels. Echte Baustellenkunst. Hier nun das Original aus der Sesamstraße:

Bild bitte anklicken.

“Man, waren das wilde Zeiten.” Mit Grüße an Bernd nach Neuseeland und Thorsten nach Bielefeld. Und natürlich  mit Grüßen an an Eduard Bröckel meinen Lehrherren nach Schildesche, der von unseren künstlerischen Auslassungen während der Arbeitszeit natürlich nichts wusste.

Überraschene Wendung und Erkenntnis im Streit.

Donnerstag, Juni 10th, 2010

Die Wirkungskraft des Lebendigen

Weich und zart ist der Mensch bei seiner Geburt, starr und knöchern, wenn er stirbt.
Fein und biegsam sind die Pflanzen, wenn sie entstehen, hart und saftlos, wenn sie absterben.
Starr und hart ist, was dem Tod anheimfällt, weich und zart ist, was vom Leben erfüllt ist.
Wer glaubt, nur durch Waffen stark sein zu können, wird nicht siegen; mächtig
scheinende Bäume sind immer am Ende.
Daher gilt: Was groß und mächtig scheint, ist schon auf dem Weg zum Zerfall, was
aber unscheinbar, zart und weich ist, das wächst.

Tao te King 67

Danke Jungs…

Donnerstag, Mai 13th, 2010

… für diesen schönen  literarischen Abend, mit eigenen Gedichten, literarischen Anekdoten und eurer Meinung zu dem Geschriebenen.

Ich hätte stundenlang weiter zuhören und weiter rezitieren können.

Mit Grüße an Theo und Ulrich

bis denn
Sven

*x* Autobär

Donnerstag, April 29th, 2010

Ein Bär schützt das Auto in Front.

Ehrenpreis

Montag, April 26th, 2010

“Ehrenpreis für den besten Vater der Welt.”

(Zitat mit Blumenstrauß)

Steinstaubgeruch durch Vulkanausbruch ?

Freitag, April 16th, 2010

Donnerstag 15.04.2010 22:30Uhr

Ein seltsam vertrauter Geruch liegt ganz leicht in der Luft. Der Himmel ist sternenklar und sehr kalt. Es riecht so, als ob  nicht weit von hier, vielleicht 3 - 10  km ein Haus abgerissen würde. Steinstaubgeruch. Ganz leicht.

Es werden Nachts keine Häuser abgerissen. Wahrscheinlich trägt die Luft den ersten feinen Staub von dem Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull aus Island hierher. Ich hätte nicht gedacht, dass ich einen Vulkan über eine solch große Entfernung riechen kann.  Aber warum nicht. Birkenpollenallerkiker reagieren ja auch schon auf die Birkenpollen aus Frankreich, selbst wenn bei uns noch keine Birken blühen.

Weltweite Vernetzung.

Einladung zu

Freitag, April 9th, 2010

einem virtuellen Gläschen  Sekt.

Ich habe heute Geburtstag. Alle die am Sonntag nicht zum Brunch kommen , können heute virtuell anstoßen. Den Rest erwarte ich Sonntag  ab 11:00 Uhr. Ich  freue mich auf euch.

Sven

Konzertkritik: Stabat Mater in der Süsterkirche

Donnerstag, April 1st, 2010

 

Als meine kleine Schwester mit 12 Jahren anfing im Bielefelder Kinderchor zu singen, konnte ich, zwei Jahre älter, damit so gar nichts anfangen. Weder mit den  Kinderliedern, weder mit den künstlich klingenden Stimmen,  weder damit, dass meine Schwester nun zu einer ausgewählten Kaste  des Bielefelder Bildungsbürgertum gehörte,  ( sie zog also gerade steil an mir vorbei) welche  ihre Kinder in Kleider steckten aus dessen Stoff schon Generationen von  Großmüttern ihre Gardinen genäht hatten.

 

Ich, als späterer  Liedermacher- und Jazzfan, konnte mit den gequetscht klingenden Stimmen vieler  Opern und Liederdiven auch im Erwachsenenalter  nichts anfangen, und fand diese Art von Gesang immer nur sehr künstlich und gewollt “schön” klingend, aber niemals natürlich, klar und mit menschlicher Ausprägung.

 

35 Jahre später.

Meine Schwester singt nach vielen Jahren zum ersten mal wieder öffentlich, also vor Puplikum. Ich bin gespannt.

 

Stabat Mater ( den Müttern)  Verschiedene Vertonungen  ( Antonio Vivaldi, Paul Hindemith, und Giovanni Battista Pergolesi) nach dem Gedicht von Jacopone da Todi über das Leiden Jesus aus Sicht seiner Mutter Maria.

Keine leichte Kost, hat sich da meine  Schwester vorgenommen, zusammen mit ihren musikalischen Mitstreitern.

 

Ich nehme  meine Kritik , gleich vorweg: Ich war begeistert und  angenehm berührt.

 

Ich konnte einem Konzert beiwohnen, das immer klar und natürlich klang, mit wunderbar harmonierenden Stimmen, die  präzise und eindeutig die Töne erschufen, als kämen diese  gerade aus den Kosmos angereist und würden den beiden Sopranstimmen ( Heike Christeleit und Daniela Giuccioli), wie selbstverständlich aus dem Mund entfleuchen. Und das auch bei dem sperrigem Lied von Hindemith.

Zwei sehr harmonisch sich ergänzende Stimmen, die besonders in den Duettpassagen, ihren gemeinsamen  Wohlklang ausspielen konnten.

 

Dazu ganz uneitel und sicher begleitet sowie arrangiert  mit dem Klavier durch Georg Krieger und ergänzt durch die wunderbaren  Solis der Geige und der Querflöte, gespielt von Wolf Isensee und Anneliese Streit. Nicht zu vergessen Jürgen Buchmann, der kleine Textübersetzungen und Gedichte dazugestreut hat.

 

Ein wundervolles Zusammenspiel aller Beteiligten.

 

Ich weiß nicht, ob diese kleine, sich erst kürzlich  gefundene Gruppe von Musikern, sich schon einen  gemeinsamen Namen gegeben haben. Ich würde es mir wünschen, und möchte Euch  aufrufen, Euer musikalisches Miteinander weiter auszudehnen.

Euer Spiel passt wunderbar zusammen, und die Lieder gehören noch mehrmals aufgeführt. Und als zweite Staffel wünsche ich mir Stücke, mit ein bisschen mehr weniger Leiden. Vielleicht Stücke von Bruckner und Avo Pärt.  

 

Mit besten Wünschen, und danke für den schönen Abend.

 

Sven

Frühlingsansturm im Gartencenter

Dienstag, März 23rd, 2010

Draußen knospet es jetzt wieder. Alle Welt pilgert in die Gartenmärkte, und ich mittendrin. 20 Primeln a 29 Cent, drei Helleborus und 15 Töpfe mit Zwergnazissen, bitte. Danke.  Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht; aber dem Frühling kann man nachhelfen.

In meinem Vorgarten sollen Farben knallen. Jetzt und sofort. Billiger wäre es gewesen, ich hätte die Kompostbehälter der umliegenden Friedhöfe im  Mai letzten Jahres geplündert, und die Pflanzen in meinen Garten gesetzt. Das ist kein Diebstahl. Die Pflanzen werden eh verkompostiert. Gerettete Wegwerfpflanzen. Ich wäre ein Held gewesen.

Tierheime gibt es überall zu Hauf. Jeder alltagsschwache Dackel wird dort zu Tode gepflegt. Aber wer kümmert sich um die verstoßenen Blumen der Wechselbepflanzungen? Niemand! Emotionale Kälte . Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan , er kann kompostiert werden.

Und was machen die Gartencenter eigentlich im Winter? Sie sind erst jetzt wieder in mein Blickfeld gerückt. Wahrscheinlich harren sie als Baumärkte in Puppenruhe den Winter über aus und wandeln sich erst mit der ersten Frühlingssonne in das Imagostadium Gartencenter .

Als stünde es an jeder Wand: Neue Blumen braucht das Land. Ich war dabei, wie jedes Jahr.

Sven Christeleit